Ein historischer Lehrpfad durchzieht Wermsdorf und beschreibt die Sehenswürdigkeiten.



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Lehrpfad Sehenswürdigkeiten

Ein historischer Lehrpfad durchzieht Wermsdorf und beschreibt die Sehenswürdigkeiten.

Altes Jagdschloss

Schlosshof mit Schlosslinde
Mit der Übernahme in kurfürstlichen Besitz 1565 nahm Wermsdorf eine besondere Entwicklung. Erster Schlossbau erfolgte unter Kurfürst Christian II im Jahre 1609 auf dem Gelände des alten Rittergutes mit dem um 1524 erbauten Herrenhaus. Es blieb bis 1721 bestehen. Das Schloss von 1609 war sehr einfach gehalten,deshalb erfolgte auf Befehl von Kurfürst Johann Georg I. von 1617-1626 der Umbau bzw. Neubau . Die Anlage des Schlosses erfolgte im Stile der deutschen Renaissance. Sehenswert ist die Bogenbrücke vor dem Portal, die darauf hinweist, dass es einst ein Wasserschloss war. König Albert (1828 - 1904) weilte oft im Wermsdorfer Schloss. Hier in den Wäldern um Wermsdorf ging er seiner Jagdleidenschaft nach.

Schule

Neu renoviert
Das Schulgebäude wurde 1871 eingeweiht und besaß zu dieser Zeit fünf Klassenzimmer und vier Lehrerwohnungen. Gebaut worden ist die Schule von der Wermsdorfer Baufirma Liebers.1884 unterrichteten drei Lehrer 260 Schüler. Im Jahre 1972 wurde ein Seitenflügel angebaut. 2002 erfolgte die Erneuerung der Außenfassade. Das rote Backsteingebäude gegenüber war lange Zeit Post, vorher eine Außenstelle der Mügelner Landbank. Das Nachbargebäude beherbergte die Buchdruckerei Busch. Hier entstand das “ Wochen- und Anzeigeblatt Wermsdorf, Hubertusburg und Umgebung“. Einige wenige Meter weiter befinden sich ein Haus im Jugendstil und das Haus der alteingesessenen Möbeltischlerei Findeisen.

Schlossstraße

Alte Kaiserliche Post
Als Kaiserliche Postanstalt wurde dieses Gebäude 1887 errichtet. Ab 1900 etablierte sich hier ein Katholisches Waisenheim.
Später wurde es ein Heim für behinderte Kinder und Jugendliche. In den Jahren 1971 und 1972 erfolgte
ein Ausbau des Bauwerkes. Danach diente es der Caritas als Heimstatt für förderungsfähige Mädchen im Alter von 8-25 Jahren, gleich welcher Religion. 1994 entstand gegenüber eine Behindertenwerkstatt. Die Schlossstraße hieß früher u.a. Palaisstraße und August Bebel-Straße. Charakteristisch ist die Lindenallee. Am Haus Schlossstraße Nr. 20 befindet sich ein sehenswerter Holzbalkon aus der Zeit des Jugendstils. Gegenüber steht ein kleines sehenswertes Fachwerkgebäude.

Schloss Hubertusburg 1

Das Schmiedetor
Der Schmiedehof bekam seinen Namen in der Blütezeit des Schlosses. Im 18. Jahrhundert brannten links und rechts des Tores die Schmiedefeuer. Eine Rampe führte in den Pferdestall. Unten waren Kutschen eingestellt. Die erste der beiden Bauperioden begann mit dem Befehl August des Starken zum Hubertusfest
am 3.11. 1721. Der Bau war 1724 vollendet. Den Namen Schloss Hubertusburg bekam das imposante Gebäude nach dem Schutzheiligen der Jagd, Sankt Hubertus. Die zweite Bauperiode begann 1743 auf Wunsch des Sohnes August des Starken. Große Teile des alten Schlosses verschwanden wieder und der heutige quadratische Bau entstand. Lange Zeit diente das Schloss medizinischen Einrichtungen.

Schloss Hubertusburg 2

Schloss Hubertusburg
Der prächtige Wappenstein, der sich im oberen Teil des Hauptgebäudes befindet, beinhaltet das Wappen Sachsens und Polens, der von den polnischen Adlern unter der Königskrone verziert wird. Typische Figuren des Barocks umsäumen das Dach des Schlosses. Die katholische Hofkapelle ist der einzige Raum, der von der Plünderung 1761 verschont blieb, in ihr befindet sich ein riesiges Deckengemälde, welches die Bekehrung des Hubertus darstellt. Weitere schöne Details sind die Königsloge und der Altar. Im Südflügel der Schlossanlage wurde 1763 der Hubertusburger Friede unterzeichnet. In weiteren Jahren diente die gesamte Anlage unterschiedlichen Zwecken, z.B. als Gefängnis oder Schwesternschule.

Goldener Strauß

Schlussstein ehemaliger Goldener Hirsch
Der „Goldene Strauß“ 1742 war ehemals ein Hotel für die am Hofe beschäftigten Künstler. Gleichzeitig war er Hoflieferant für Schloss Hubertusburg. Der ursprünglich barocke Baustil kommt nur noch in der reich verzierten Hausmarke zum Tragen. Hinter dem Gebäude hatte der Wurstfabrikant Gustav Nietzschmann seine Fabrikation. In der Fabrikantenvilla war lange Zeit der Dorfkindergarten untergebracht. In der „Kinogasse“ befand sich die ehemalige Turnhalle der Wermsdorfer Arbeitersportler. Nach 1933 war es Lichtspieltheater. In unmittelbarer Nähe Richtung Oschatz entstand seit den 60er Jahren ein Neubaugebiet. Zum Anfang wurden fünf Wohnblöcke der Arbeiterwohngemeinschaft (AWG) gebaut.

Hauptstraße

Früher Cafe Straube heute Hubertusklause
In dieser Strasse befinden sich einige sehenswerte Geschäftshäuser, wie die Schwanenapotheke mit ihrer prachtvoll verzierten Hausmarke, steilem Dach und schönem Türbogen. Das höchste und imposanteste Gebäude der Strasse ist 1837 erbaut worden. Lange Zeit befand sich darin das Textilhaus C. E. Wappler. Gegenüber hatte das Cafe Straube mit Konditorei und Dampfbäckerei seinen Sitz.Auf dem gegenüberliegenden Gelände befand sich die Firma Richard Liebers. Er war ein angesehener Baumeister des Ortes, der auch ein Dampfsägewerk und ein Kraftwerk betrieben hat, dessen Generatoren 1908 den ersten Strom in Wermsdorf erzeugten. Nebenan sieht man ein liebevoll restauriertes Wohnhaus mit reichhaltigen Schmuckelementen.

Kirchplatz

Im Vordergrund das Bismarck-Denkmal
Der erste Bau der Kirche war eine Anlage des 12. Jahr-hunderts. Im Turm sind noch Fragmente dieser Anlage zu finden. Die Apsis mit ihren romanischen Fenstern ist ein schönes Detail. Um 1900 wurde der Innenraum der Kirche im Jugendstil ausgestaltet. Sehenswert sind besonders der Sternenhimmel, der Altar und die Decke des Kirchenschiffs. Auf dem Kirchvorplatz befindet sich das Bismarckdenkmal. Es wurde 1896 erstellt und 1936 wegen Straßenausbaus an seinen jetzigen Platz umgesetzt. Das Pfarrhaus nebenan wurde mehrere Male umgebaut und erhielt 1712 seine heutige Gestalt. Besonders auffällig ist das gut erhaltene Fachwerk. Ansehenswert ist im Innenhof das Wasserhaus. Im Pfarrgarten erblühen in jedem Frühjahr Tausende von Märzenbecher.

Hirschplatz

Der Goldene Strauß
Der Hirschplatz diente in früheren Jahren als Dorf- und Festplatz. Um den Platz hatten traditionelle Gewerke ihre Gebäude ,wie z.B. das Baugeschäft Käseberg ,die Bäckereien Pötzsch und Kurth. Der „Goldene Hirsch“ war eine Erbschänke , die von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Bemerkenswert sind Krüppelwalmdach und die goldene Hausmarke. Die erste Aral-Tankstelle auf dem Lande in Sachsen entstand neben dem Biergarten. In der Nähe befand sich die 1640 erbaute zweite alte Gaststätte die „Schloßschänke“ mit Fleischerei . Seit Jahrzehnten befindet sich hier der zentrale Bushalteplatz von Wermsdorf. Nach der Wiedervereinigung wurde der Platz neugestaltet und dabei eine Linde gepflanzt.

Am Alten Jagdschloss

König Albert

Vor dem Eingang zum Schloss dominiert das König-Albert- Denkmal. Es wurde 1908 errichtet und zeigt den populären Monarchen als Jäger, so wie ihn die Wermsdorfer seinerzeit oft zu Gesicht bekamen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bronzeplastik aus ideologischen Gründen vom Sockel gestoßen und ging verloren. Die jetzige Statue ist eine Kopie und wurde 1998 aufgestellt.Vor dem Schlosspark befindet sich das sogenannte "ODF" - (Opfer des Faschismus) Denkmal. Es erinnert an die Todesmärsche von KZ-Häftlingen im Frühjahr 1945, die auch Wermsdorf berührten. 11 Gefangene starben in und um Wermsdorf durch die Hand ihrer Peiniger oder an Entkräftung. Im nahen Schlosspark befindet sich eine Sammlung von Grenzsteinen.

Alte Poststation

Alte Poststation
Dieser stattliche Barockbau war die Poststation, die auf Befehl August des Starken errichtet worden ist. Fast ein Jahrhundert lang ging der gesamte Post- und Reiseverkehr von Dresden nach Leipzig über Wermsdorf. Nach 1815 war hier viele Jahre die Oberforstmeisterei Wermsdorf untergebracht. Im zweiten Weltkrieg wurde es zeitweise als Müttergenesungsheim (NSV) genutzt. Von 1948 bis 1956 wurden alle Forstarbeiterlehrlinge und Forststudenten in Wermsdorf in 4 wöchigen Lehrgängen ausgebildet und legten die Prüfungen zum Forstfacharbeiter hier ab. Bald danach erfolgte die Nutzung des Gebäudes als Schulhort und Grundschule. Vor dem Gebäude steht ein Königlich- Sächsischer Postmeilenstein (Originalstandort Kuhteichdamm).

Rother Ochse

Rother Ochse
Der „Rothe Ochse“ entstand 1738 und war eine alte Schankwirtschaft mit Ausspanne. Später wurde sie als Quartier für Reisende umgebaut. Schön erhalten ist das Fachwerk. Napoleon soll 1813 hier geweilt haben. Die Reithalle wurde 1932 mit Wermsdorfer Granitpophyr erbaut und mit einer außergewöhnlichen Dachkonstruktion versehen. In der Nähe befindet sich eines der alten Waisenhäuser von Wermsdorf. 1908 wurde ein Denkmal für den sächsischen König Albert vor dem Jagdschloß in Anwesenheit des sächsischen König August III. eingeweiht. Die 2,10 m große Bronzefigur stand auf einem roten Granitsockel. Der König war in schlichter Jagdkleidung mit einer Doppelflinte über der Schulter dargestellt.

Reithalle

Noch heute Reithalle

Die Planung (1932) und Ausführung des imposanten Bauwerkes erfolgte unter Federführung des Wermsdorfer Baumeister Richard Liebers. Der Natursteinsockel aus Platten des Wermsdorfer Steinbruches gibt in Verbindung mit der ungewöhnlichen Form der Dachstuhlgestaltung (Schweifbinderbohlen-Technik), der Reithalle ihr besonderes Aussehen. Nach Fertigstellung 1934 nutzte das Gebäude die im Alten Jagdschloss untergebrachte Sächsische Reit- und Fahrschule. 1945 löste sich die Reitschule auf. Die Halle diente danach verschiedenen Zwecken. Heute wird sie vom Reit- und Fahrverein Wermsdorf genutzt.
An die Reithalle grenzt der Schlosspark mit schönen Bäumen an.
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