Carl Zinkernagel GrabCarl Zinkernagel hat für die Wermsdorfer Heimatgeschichte eine große Bedeutung.
Vorschau auf neue kleine Gedenkstätte des Forstmeisters Zinkernagel.Gedanken von C.E. Wappler
"Ich habe mich mit Guido Fleischer an der zukünftigen Denkmalsstelle getroffen. Er findet es laut Gestaltungsplan als durchführbar. Eigenleistung wird er pflanztechnisch und gestaltungstechnisch erbringen. Steinplatten und den Steinquader wird Kurt Müller bereitstellen. Angebote zum Verputzen der Wand wird Guido Fleischer auf mein Anraten über den Friedhof einholen. Zwei Steinmetzbetriebe werden wegen der anzubringenden Schrift angeschrieben. Danach wird Familie Zinkernagel wegen den Kosteninformiert. Alles Technische werde ich in Regie nehmen. Ich denke dieses Jahr wird erst die Wand saniert werden. Über Kostenbeihilfe vom Heimatverein muss dann beraten werden. Guido Fleischer und ich waren sich einig, dass das Grab als neue Gedenkstätte für Wermsdorfer Persönlichkeiten eingestuft wird."
Gestaltungsvorschlag Erste Ideen. Treffen Familie Volker Zinkernagel und Claus Wappler. Standort Hier soll etwas Neues entstehen. Wermsdorfer Wald Zinkernagel gestaltete ihn um. In Tharandt Bildnis aus dem Deutschen Haus Friedhof Hier soll das Grab entstehen. 
Der Zufall und das InternetÜber unsere Website nahm Frau Jeanette Denkewitz aus Hecklingen mit uns Kontakt auf und informierte uns über eine kleine heimatgeschichtliche Sensation. Sie sind im Besitz des Nachlasses von Herrn Carl Zinkernagel, lange Jahre mit der Wermsdorfer Forstgeschichte auf das Engste verbunden. Geburtsurkunde, Bestallungsdekante und eine Zeichnung aus der Zeit seines Studiums sind nur einige Schätze die dem Heimatverein zur Verfügung gestellt worden sind. Marcel Billig und Helmut Striegler staunten nicht schlecht über diese vorweihnachtliche Überraschung. Herr Striegler hat schon einige Zeitdokumente übersetzt.
Staunen Heimatverein Wermsdorf Prächtig Von Geburtsurkunde ... Carl Zinkernagel ..bis Orden Im Deutschen Haus Studium in Tharandt 
Concessions – Schein für Carl Zinkernagel Vorzeiger dieses Carl Zinkernagel
aus Otterwisch gebürtig
welcher 17. Jahr alt, von gesundem Körperbau , die erforderlichen natürlichen Verstandesfähigkeiten besitzt, auch fertig rechnet und gut schreibt, wird auf Ersuchen die Erlaubnis ertheilt, bei dem Königl. – Sächsischen Revierförster Herrn Carl August Schmöller in Ebersbach die Jägerey zu erlernen und ihm zu seiner Legitimation gegenwärtiger
unter meines Nahmens Unterschrift und Siegel hiermit ausgefertigt.
Colditz am 29. August 1818
Königl. Sächs. bestallter Kammer- und Jagdjunker, auch Forst – und Wildmeister
allda
Johann Carl Wilhelm Graf von Ronow
übertragen von Helmut Striegler
Heimatforscher Helmut Striegler König Albert Denkmal in Wermsdorf Gedenkstein Wiedererrichtung 1991 Grabstätte Hier soll die Grabstelle wieder eingerichtet werden. 
Die Widmung Des dem Herrn Oberforstmeister Ritter pp. Zinkernagel im Wermsdorfer Forstrevier am 20. Juli 1867 gesetzten Denksteins betr. Das Finanzministerium ertheilt auf Ihre Anzeige vom 2. Dieses Monats sehr gern Seine Genehmigung zu der von dem Forstpersonale im Forstbezirke Wermsdorf beabsichtigten Errichtung eines Denksteines zu Ehren des am 1. Juli dieses Jahres in den Ruhestand versetzten Oberforstmeisters Zinkernagel in der vor 25 Jahren auf Wermsdorfer Forstrevier ausgeführten Eichenheisterpflanzung auf der im Berichte näher bezeichneten Stelle.
Finanz – Ministerium
2 te Abtheilung
von Broizum ( Broizum )
Grille
( Schreiber )
An
Herrn Forstinspector Brunst zu Hubertusburg
Die Errichtung eines Denksteines betr.
Hochverehrtester Herr Oberforstmeister !
Ein bedeutungsvoller Schnitt in Ihrem Leben, Ihr Rücktritt aus dem öffentlichen Dienst, ebenso bedeutungsvoll auch für uns wie für Sie, führt uns in dieser Stunde noch einmal an dieser Stätte Ihres langjährigen und liebsten Wirkens zusammen, denn kaum dürfte sich eine langjährige Berufsthätigkeit einen gerechteren Anspruch auf die Anerkennung der Berufsgenossen erworben haben, als die Ihrige. Sie haben in einem mehr als 40 jährigen Zeitraum mit voller Hingebung und mit unermüdlichen Eifer im Dienste der Wälder auf allen Gebieten der forstlichen Thätigkeit gewirkt.
Ihre ersten, damals noch jugendlichen Kräfte widmeten Sie 15 Jahre lang dem vaterländischen Forsteinrichtungswesen, an dessen Ausbildung und Entwicklung Sie einen hervorragenden Antheil genommen haben.
In die Verwaltung eingetreten, wendeten Sie sich sofort mit rastlosem Eifer dem damals noch zu wenig beachteten Forstkulturwesen zu und, die Erfolge, welche Ihre Tätigkeit auf diesem Gebiete errungen hat, haben den Wermsdorfer Wald und insbesondere das Wermsdorfer Revier, auf einen Kulturzustand erhoben, welcher von den Forstleuten des In- und Auslandes längst schon als mustergültig anerkannt wird.
Vor Allem war es der hier damals noch ganz unbekannte Anbau der Eiche , welchen Sie zuerst begründeten und später, unterstützt durch reiche Beobachtungen und Erfahrungen, welche sie im Laufe der Zeit gemacht, und durch eine bis dahin noch nirgends angewendete naturgemäße Bestandespflege, einer Vollendung entgegen führten, welche Ihren Leistungen in der Kulturgeschichte deutscher Forsten einen der ersten, wo nicht den ersten Platz, gesichert hat.
Ihrer unausgesetzten Thätigkeit ist es ferner gelungen, aus dem vor 25 Jahrenin seinem Inneren noch so vielfach zerrissenen Wermsdorfer Wald einen bedeutenden wohl geschlossenen Waldkörper zu Formen.
Endlich an die Spitze der Forstverwaltung dieses Bezirkes gelangt, war es Ihnen vergönnt, Ihr reiches Wissen ein volles Jahrzehnt auch dem Besten des gesammten Forstbetriebes nutzbringend zu zuwenden und der gegenwärtige Waldzustand aller Reviere, ihre stetig wachsende Ertragsfähigkeit und das reiche Material, welches sie noch für die Zukunft bergen, liefern den sprechendsten Beweis, welchen Aufschwung dieselben unter Ihrer Leitung genommen haben.
Deshalb trat aber auch bei Ihrem Scheiden an uns, die wir unter Ihrer Leitung gestanden, aus dem reichen Schatze Ihrer Erfahrung geschöpft, mit Ihnen nach einem und dem selben Ziele gestrebt haben, das tiefempfundene Bedürfnis heran, Ihnen auch ein äußeres Zeichen dankbarer Anerkennung und Verehrung an den Tag zu legen. Mischt sich in die Feier dieser festlichen Stunde zwar wohl ein Zug der Wehmuth – für Sie wie für uns - so wird dieselbe doch auch wiederum gemildert. Ihnen, durch die Befriedigung mit welcher Sie auf ein arbeitsvolles aber reichgesegnetes und fruchttragendes Berufsleben zurückblicken können. Uns, durch die Hoffnung den hochgeschätzten theilnehmenden Freund, den erfahrenen Berufsgenossen, den bewährten Berather noch ferner und hoffentlich noch recht lange in unserer Mitte zu besitzen.
Und wie dieser Wald die Stätte Ihres Schaffens gewesen ist, so soll er fortan dieses Denkmal unserer Verehrung umschließen. Zwar werden diese Eichen , die Sie gepflanzt, zu mächtigen Bäumen empor wachsen und dereinst die lebendigsten und beredesten Zeichen Ihres Wirkens sein, in ihrem Schatten werden kommende Geschlechter wandeln und spätere Jahrhunderte werden sich, wenn ihre Riesenleiber endlich der Axt verfallen, einer reichen segensvollen Ernte freuen.
Dieser einfache Stein aber soll den Namen dessen noch auf Ferne Zukunft übertragen, dessen schaffende und pflegende Hand das erste Saatkorn zu dieser Ernte gelegt hat. Und so übergebe ich denn diesen der bleibenden Erinnerung an Ihr hochverdienstliches Wirken gewidmeten Denkstein dem Schutze und der treuen Obhut derer, deren Amt und Beruf es ist und sein wird, den Wald zu schützen und zu Pflegen; Jetzt wie in ferner Zukunft!
Vom Original übertragen von H. Striegler Wermsdorf am 22. 11. 2007
Die Orthographie und Interpunktion wurden nicht an die jetzigen Normen angepasst.
Gedenkstein Im Wermsdorfer Wald. Grenzstein Im Königlichen Wald. Wermsdorfer Wald Aktiv umgestaltet. Alte Ansicht Viele Jahre in Wermsdorf gewirkt. Heutige Ansicht Schon zu Lebzeiten geehrt.
|