Die Völkerschlacht bei Leipzig hatte Auswirkungen bis nach Wermsdorf.



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Völkerschlacht

Die Völkerschlacht bei Leipzig hatte Auswirkungen bis nach Wermsdorf.


Das Massengrab der Leipziger Völkerschlacht

Text: Theresa Ullrich
Während der Napoleonischen Kriege 1813-1815 wurde das Schloss Hubertusburg als Lazarett genutzt. Besonders nach der Völkerschlacht bei Leipzig war das Lazarett mit verwundeten Soldaten aller am Krieg beteiligten Nationen überfüllt. Viele überlebten nur wenige Tage und fielen entweder den katastrophalen, hygienischen Bedingungen zum Opfer oder starben am epidemischen Nervenfieber. Im Lindigt, dem „Schandacker“ der Stadt Mutzschen, wurden sie in einem Massengrab beigesetzt. Da besonders viele Franzosen unter den Toten waren, wurde dieser Ort im Volksmund „Franzosengrab“ genannt.
1913 - hundert Jahre nach der Völkerschlacht - ließen die Militärvereine von Mutzschen und Wermsdorf an dieser Stelle einen Gedenkstein errichten.
Der Wald wurde im 19. Jhr. auf Geheiß des Forstmannes Heinrich Cotta angelegt. Das Rondell ist heute mit Matrazengras (Carex brizoides) bewachsen, welches früher getrocknet und als Bettfüllung verwendet wurde.

Schloss HubertusburgLazarettKriegsfeuerRuhestätteLindigtGedenken

Jahrhundertfeier 1913 in Wermsdorf

Überall rüstete man sich dieser denkwürdigen Oktobertage der Völkerschlacht bei Leipzig 1813. In unserer Gegend hatte der Gedanke, an dem Kriegergrab im Lindigt eine Jahrhundertfeier zu begehen, Zustimmung gefunden. Festgesetzt wurde die Feier auf den 19. Oktober. In Wermsdorf waren verschiedene Gebäude geschmückt und die Turner beider Vereine hatten sich bereitgestellt, an dem organisierten Eilboten-Lauf Myslowitz (Stadt in Polen) in Leipzig teilzunehmen.
Sorgfältige Vorbereitungen und gutes Wetter waren maßgebend, dass die Botschaft früher als berechnet weitergegeben werden konnte. Als Kennwort begleitete die Hülle Gut Heil zum Gelingen von Mann zu Mann. 25 Minuten wurden auf dem Laufe Klappendorf-Luppa eingebracht. Am Vormittag zogen etwa 400 Schulkinder mit ihren Lehrern und Fahnen ins nahe Lindigt.
Eindrucksvolle Ansprachen vom Schuldirektor Müller, Pastor Voigt Hubertusburg und Ortspfarrer Richter mahnten vor derartigen furchtbaren Schlachten. Die Errichtung des Denkmals ist ein Verdienst der Militärvereine von Wermsdorf und Mutzschen. Umrahmt wurde die Feier mit Liedern von verschiedenen Vereinen, die von den umliegenden Orten teilnahmen. Am Abend loderte ein mächtiges Feuer auf dem Kuhberg in Reckwitz. Auch in der weiteren und näheren Umgebung wurden Feuer angezündet und bekundeten dadurch die Anteilnahme an dieser Feier. Ein einfacher Gedenkstein unter einer großen Linde mit den Jahreszahlen 1813 bis 1913 erinnert noch heute an die Völkerschlacht, die sich kürzlich zum 200. Male jährte.
Christdore Wetzig

Jahrhundertfeier 1913MilitärvereineLazarettHubertusburgLindigt100 Jahre Völkerschlacht

Gedenkveranstaltung im Lindigt 2013

Im Lindigt bei Wermsdorf, wo sich das größte Massengrab der Völkerschlacht befindet, fand am 31.Oktober 2013 eine Gedenkveranstaltung „200 Jahre Völkerschlacht“ statt. Das 200 jährige Jubiläum war ein würdiger Anlass, der verstorbenen Soldaten zu gedenken, und zugleich ein Zeichen für das europäische Zusammenwachsen zu setzen. Wie viele Tote hier um den 1913 geweihten Gedenkstein im Lindigt beigesetzt wurden, ist ungewiss. Die Zahlen schwanken zwischen 9000 und 13 000 Gefallenen. Viele Franzosen, Sachsen, Preußen und andere Soldaten erlagen hier ihren Kriegsverletzungen.Offiziell begann die Gedenkstunde mit einer Begrüßung der Anwesenden durch den Grimmaer OBM Matthias Berger.

Husarenverein GrimmaGedenken 2013Heimatverein WermsdorfKranzniederlegungLindigtPartnerschaft
Nach musikalischer Andacht, Kranzniederlegung und kurzen Ansprachen der Heimatvereine Mutzschen und Wermsdorf, begaben sich die Teilnehmer der Gedenkstunde zu einem deutsch - französischen Nachmittag in die Eskildsen Gänsezucht GmbH Gänsestube.In geselliger Zusammenkunft gab es Redebeiträge zur Deutsch - Französischen - Freundschaft.
Grußworte kamen u.a. von Frau Christine Stephan und Jean-Marc Verron vom Partnerschaftskomitee Grimma / Bron und von Dr. Michel Gribenski, Leiter Institut francais. Eine ergreifende Festrede hielt Prof. Dr. Ingo Kolboom, ehemaliger Professor für Frankreichstudien und Frankophonie an der Technischen Universität Dresden.

Text: C.E.Wappler

Prof KolboomMusikSchlussgedenkenJean Marc VerronDr Michel GribenskiOBM Berger
Wermsdorf




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