Nordwestlich von Wermsdorf befindet sich einer der typischen und traditionellen Tagebaue zum Abbau von Pyroxenquarzporphyr.



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Steinbruch Butterberg

Nordwestlich von Wermsdorf befindet sich einer der typischen und traditionellen Tagebaue zum Abbau von Pyroxenquarzporphyr.


Station Steinbruch Butterberg

Nordwestlich von Wermsdorf befindet sich einer der typischen und traditionellen Tagebaue zum Abbau von Pyroxenquarzporphyr. Mit dem Bau der Hubertusburg wurde das unmittelbar in der Nähe anstehende Gestein interessant. Ab ca. 1721 wurde in Wermsdorf dieser Porphyr abgebaut. Die höchste Erhebung der Porphyrkuppe, welche heute nicht mehr vorhanden ist, wurde auf einem Messtischblatt von 1906 mit einer Höhe von 196 m angegeben. Der Pyroxenporphyr vom Typ Wermsdorf ist ein Ergussgestein und während dem Unterrotliegenden (vor ca. 285 Mio. Jahren) entstanden. Im Rotliegenden gelangten große Mengen von Magma an die Erdoberfläche und erstarrten dort. Der Deckenerguss des Pyroxenquarzporphyrs erstreckt sich von Grimma über die Hohburger Berge bis in die Region Mutzschen und nach Wermsdorf. Der Gesteinskörper in Wermsdorf enthält neben den Mineralen Feldspat, Quarz und Glimmer auch Pyroxen. Aufgrund dieses Minerals ist der Quarzporphyr in vielfältigen Färbungen ausgeprägt, die, je nach Anteil, von dunkel, über grünlich und hellbraun auch rötlich variieren können. Die Bautätigkeit im Ort ist eng mit dem Gesteinsabbau verbunden. Nicht nur für die Hubertusburg wurde das Material verwendet, sondern lässt sich auch im Ort als Sockelverblender und als Gehwegplatten erkennen. Der Abbau im Steinbruch erfolgte zumeist nur im Winterhalbjahr. Die Porphyrplatten wurden direkt vor der Wand herausgebrochen und als Kleinschotter oder Gesteinsgrus für die Straßen- und Wegebefestigung genutzt.

 ButterbergSchloss Hubertusburg und WermsdorfSteinbruchProduktionAchtungVeränderungen
Diese schwere körperliche Arbeit wurde in den 1930er Jahren mit der Modernisierung durch den Bau einer Lorenbahn erleichtert, welche per Hand bewegt wurde. Mit dieser wurde das Gestein aus dem Steinbruch heraus transportiert. Zu DDR-Zeiten wurde die Abbruchfläche weiter vergrößert. Hergestellt wurden neben Pflasterplatten, Ansetzern und Natursteinplatten auch verschiedene Sorten Verblendbruchsteine. 1988 wurde der Lorenbetrieb eingestellt. Nach der Wende spezialisierte sich der Steinbruch auf die Herstellung von Splitten für die Betonproduktion und den Straßenbau. An allen großen Bauvorhaben in der Region Leipzig war der Splitt aus dem Wermsdorfer Steinbruch beteiligt. Unter anderem wurde er beim Flughafen Leipzig-Halle, beim Neubau der Südumfahrung von Leipzig (A 38), sowie bei der Ausbesserung und Verstärkung der Elbehochwasserschutzdämme im Raum Torgau verwendet. Eine Besonderheit wurde 1994 während des Abbaus an der Wand entdeckt. Ein mysteriöser Tunnel ins Berginnere wurde freigelegt, wessen Funktion bis heute allerdings ungeklärt ist. Anzunehmen ist, dass er zur Zeit der Entstehung der Hubertusburg angelegt wurde.
Tunnel

Noch in BetriebFührungenGigantischGrand Canyon  PyroxenquarzporphyrTunnel

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