Am Fuße des Collmberges befindet sich ein alter aufgelassener Steinbruch.



Navigation




Verein




Sammler




Für Kinder




Quarzit Steinbruch Collm

Am Fuße des Collmberges befindet sich ein alter aufgelassener Steinbruch.


Station Quarzit – Steinbruch

Das Herz des Berges – Die Grauwacke
Am Fuße des Collmberges befindet sich ein alter, aufgelassener Quarzit-Steinbruch, der bis in eine Tiefe von ca. 8 m in den Fels geschlagen wurde. Als Quarzite werden Gesteine bezeichnet, die einen sehr hohen Quarzanteil (wenigstens 80%) aufweisen. Ursprünglich waren Quarzite Sandsteine, also Sedimentgesteine, welche durch Diagenese verfestigt wurden. Bei der Metamorphose kommt es durch hohen Druck zu einer Umbildung des Gesteins, indem sich die Kristalle vergrößern und miteinander verzahnen, sodass es härter und widerstandsfähiger wird, als das Ursprungsgestein. Die Färbung des Quarzits kann unterschiedlich ausgeprägt sein und variiert von weiß über grau und rot bis hin zu braun. Bei den hellen Quarziten am Collmberg handelt es sich um „unreine“ Quarzite , d. h. sie enthalten zusätzlich zum Quarz verschiedene Mineralien wie z. B. Biotit und Muskovit. Einige Quarzgänge durchziehen außerdem das gräuliche Gestein. Neben den fein- bis grobkörnigen Quarziten treten vereinzelt grünlich-graue Tonschiefer auf. An einigen können rötlich-braune Flecken, hervorgerufen durch Eisenoxide, festgestellt werden. Das Vorkommen des Quarzits lässt auf frühere Verhältnisse schließen. Demzufolge, dass das Ausgangsgestein ein Sedimentgestein war, muss an den Orten, an denen heute der Quarzit zu finden ist, einmal Meer gewesen sein. Für die Region Nordwestsachsen wird in den geologischen Zeitabschnitten Kambrium, Ordovizium und Silur das Vorhandensein eines Flachmeeres, ähnlich des heutigen Wattenmeeres, angenommen. In dieser Zeit kam es zu Ablagerungen von Sedimenten, welche nach und nach z. B. zu Sandsteinen verfestigt wurden. Die Gesteinsmassen wurden im Zuge der variszischen Orogenese im Devon und Karbon gehoben und gefaltet. In anderen Regionen des nordsächsischen Sattels, etwa im Gebiet Otterwisch-Hainichen, wurden Wellenfurchen und Spuren unbekannter niederer Meerestiere (Cruzianen) in ähnlichen paläozoischen Gesteinen entdeckt .Früher wurde das Gestein am Fuße des Collmberges von den Bauern abgebaut und als Baumaterial oder als Mühlsteine eingesetzt. Heute wird es oftmals als Schotter verwendet. Reine Quarzite werden auch zur Glasherstellung genutzt.

Wermsdorfer WaldQuarzitGrauwacke SteinbruchBei Collm

Wermsdorf




Partner




Für Lehrer





Copyright © 2015 FL Webdesign
Diese Internetpräsentation wird gesponsert von dem UnternehmenFL Webdesign • 08321 Zschorlau • August-Bebel-Str. 11 • Tel.: 03771 499849