Wermsdorf ist von Teichen und Seen umgeben.



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Horstsee

Der Horstsee ist das größte Gewässer in der Nähe von Wermsdorf.

Die Insel im Horstsee

Jedes Jahr wird abgefischt.
Bei einem Besuch des Horstsee´s in Wermsdorf zieht die bewaldete Insel inmitten des Gewässers den Blick jedes Besuchers auf sich. Dabei fragen sich viele Menschen, wie denn dieses Gebilde inmitten des von Menschenhand geschaffenen Gewässers entstanden ist.
Der Horstsee wurde von seinen Erbauern so angelegt, daß er sowohl zum Flußsystem der Elbe als auch zum Flußsystem der Mulde gehört. Die Wasserscheide zwischen beiden Flüssen verläuft etwa in NordSüd-Richtung im Bereich der Insel quer durch den See. Während das Wasser der westlichen Seite des Gewässers über den Langrodaer See und Mutzschener Wasser der Mulde zu fließt, ergießt sich das Wasser aus dem östlichen Ablauf des See´s nach seinem Weg durch den Döllnitzsee und der Döllnitz im Riesaer Elbehafen in die Elbe.

Verläßliche Urkunden und Berichte über die Entstehung der Teiche von Wermsdorf sind nicht bekannt. Es kann aber angenommen werden, das die Insel bereits vor mehr als 450 Jahren bei dem Bau des Horstee´s mit aufgeworfen wurde, als man eben diese Wasserscheide zwischen Elbe und Mulde vertiefte. Nur so war ein recht großes Gewässer für die Fichzucht bei der vorhandenen Geländeausfon-nung zu schaffen. Gleichzeitig mußten die Deichdämme nicht außergewöhnlich hoch und danüt für die damalige Bauweise beherrschbar, gebaut werden. Als die eigentlichen Begründer der Wermsdorfer, oder Mutzschener Teichwirtschaft, wie sie früher bezeichnet wurde, gelten der Überlieferung nach, die Herren von Starschedel. Sie waren ab dem Jahre 1445 Besitzer des Rittergutes Wermsdorf und erbauten auch das erste Schloß in Wermsdorf. 1523 wurde dann ein Dietrich von Starschedel von Kurfürst Georg dem Bärtigen mit Schloß und Stadt Mutzschen belehnt. Dieser Zeitraum in der Geschichte unserer Heimat kann als die Zeit für den Bau des Horstsee und seiner Insel gelten. Die Familie Starschedel suchte wohl durch das Anlegen des Horstsee´s und der anderen Teiche den Ertrag ihres Besitzes zu steigern. Die Tatsache, daß der Fisch und dabei insbesondere der Karpfen als Fastenspeise eine besondere Bedeutung hatte, wird als Beweggrund für den Bau der Teiche eine spezielle Bedeutung gehabt haben. Es ist auch durchaus möglich, daß die Starschedels bei ihrem Besitzantritt auch schon einige Teiche vorfanden. Heinrich von Starschedel auf Cannewitz, ein Sohn des Dietrich von Starschedel auf Mutzschen verkaufte am 16- Februar 1577 seinen Anteil aus der brüderlichen Erbteilung am Schlosse und Hause Mutzschen, sowie sämtliche Teiche, insgesamt 670 Acker 1 00 Quadrat-Ruten groß, für 3 7 055 fl 13 Gr. 9 Pf an Kurfürst August I. von Sachsen.
See zum Träumen
Seit dem ist der Horstsee mit seiner Insel im Besitz der Landesherren und gingen nach der Einführung der ersten sächsischen Verfassung 1831 als Staatsdomäne in den Besitz des Staates über. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert. Die Verwaltung der Insel erfolgte jedoch nicht durch die Teichverwaltung, sondern durch die Forstverwaltung.
Bereits die erste moderne Vermessung und Forstplanung im Werrnsdorfer Wald durch den Oberlandforstmeister Carl Ludwig von Laßperg in den Jahren 1765 bis 1768 ordnet die Horstseeinsel dem Revier Sachsendorf zu- Auch bei der Vermessung unter der Leitung von Heinrich Cotta blieb dieses Waldstück dem Revier Sachsendorf zugeordnet, wie die alte Forstkarte des Jahres 1821 beweist. Bei einer Revision der Forstplanung 1844 wurden die Areale der Forstreviere insgesamt geändert. Ab diesem Zeitpunkt war die Insel zum Revier Luppa, welches 1883 in Wermsdorf umbenannt wurde, zugehörig. Heute wird die Horstseeinsei vom Revier Horstsee des Forstamtes Wermsdorf verwaltet.
Die Grundstücke des Forstfiskus bildeten früher genau wie die Ritter- und Kammergüter eigene Gutsbezirke. Sie wurden wohl beim zuständigen Amtsgericht im Grundbuch geführt, gehörten aber nicht zur Flur der Gemeinde. Die Horstseeinsel gehörte zum Gutsbezirk Wermsdorf und war beim Amtsgericht Mügeln im Grundbuch eingetragen. 1939 wurden wohl die Teiche von Wermsdorf einschließlich der Horstseeinsel dem Grundbuche für Mutzschen beim Amtsgeiicht Grimrna zugeordnet. Nach dem 11. Weltkrieg wurden die Gutsbezirke in den Staatsforsten 1946 aufgehoben und die Fluren den Gemeindefluren zugeschlagen. Bei der Horstseeinsel wurde auch die Zuordnung zum Grundbuch Mutzschen geändert. Seit mehr als 50 Jahren gehört sie nun als Flurstück zur Flur Wermsdorf. Sie ist mit einer Fläche von 1,8071 ha als Wald eingetragen. Die geografische Höhelage der Insel wird auf der Forstkarte von 1821 mit 505 Fuß über der Nordsee, nach heutigen metrischen System 156 Meter über dem Meeresspiegel nachgewiesen.

Bei der Zuordnung zum Grundbuch Mutzschen erfolgte für das umgebende Grundstück, den Horstsee, die Eintragung einer"Dinglichen Last". Sie lautete neben anderen zum Schutz der Insel:...... sowie das Betreten der Insel im Horstsee nur im Einvernehmen mit der Staatsforstverwaltung und dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V. zu gestatten." Dies bedeutete, die Insel wurde unter Naturschutz gestellt. Diese Unterschutzstellung hinderte leider Mitte der fünfziger Jahre die
Verantwortlichen des VEB Binnenfischerei nicht an der kurzzeitigen Nutzung als Freigehege für
die Mast von Pekingenten. Heute ein unvorstellbarer Vorgang.
Horstseeinsel
Heute gehört sie zum Landschaftsschutzgebiet "Wermsdorfer Wald" und genießt zusätzlich noch den Schutz eines Flächennaturdenkmals. Seitens der Forstwirtschaft ist die Fläche der Insel als Wald mit besonderer Biotopschutzfunktion eingestuft. Man kann wohl annehmen, daß die Insel seit Jahrhunderten mit Wald bestanden ist. Seit 1821 gibt es darüber genaue Aufzeichnungen. So wird 1822 der Wald auf der Insel als Eichen-Mittelwald beschrieben. Mittelwald bedeutet, daß eine Oberschicht von etwa 100 bis140 älteren Bäumen zur Erziehung von Bauholz vorhanden ist und eine Unterschicht von jüngeren Bäumen, meist eine Vielfalt von Baumarten, zur Gewinnung von Brennholz genutzt wurde. Dabei wurde der Unterstand spätestens dann genutzt, wenn die Wurzelstöcke noch neue Triebe bringen konnten d.h. ausschlagfähig waren. Während die Bäume des Oberstandes 150 bis 200 Jahre alt wurden, erfolgte die Nutzung des Unterstandes je nach Baumartenzusammensetzung alle 1 0 bis 30 Jahre.
Für das Jahr 1846 ist ein solcher MittelwaldscWag auf einer Fläche von 1 Acker(0,55 ha) für die Horstseeinsel registriert. Umgerechnet auf das heute übliche Flächenmaß wurden damals 36 Festmeter Reisig, 55 Festmeter Brennholz über 7cm stark und nur 9 Festmeter Nutzholz pro Hektar geerntet. 1852 erfolgte dann auf 0,20 ha eine Pflanzung von Fichten. Man wollte wohl die Insel nicht von der Umwandlung des Wermsdorfer Waldes in Nadelholz-Hochwald ausnehmen. Aber schon nach 30 Jahren wird das Nadelholz wieder geräumt und dem Laubholz die Fläche zurückgegeben. Anläßlich der Forstplanung 1922 wird für die Horstseeinsel eine plenterartige Bewirtschaftung festgelegt. Bei der Forsttaxation zehn Jahre später wird der Wald auf der Insel wieder als Nfittelwald beschrieben. Im Oberholz stellt die Eiche mit 70% den Hauptanteil. Es folgten Winterlinde und Birke mit je 1 0% sowie Esche und Bergahorn mit zusammen 1 0% Anteil am Oberholz. Im Unterholz dominierte die Hainhuche gefolgt von Winterlinde, Eiche, Haselnuß und Bergahorn. In geringer Pflanzenzahl waren auch Eschen, Aspen und Weiden vorhanden. Holz wurde auf der Insel vor mehr als 50 Jahren letztmalig geerntet. Im Winter 1947/48 wurden vor allem abgestorbene Eichen geschlagen. Der Transport der Stämme und des Brennholzes erfolgte mit Pferdegespannen über das Eis des Horstsee. Ausgeführt wurden damals diese Arbeiten vom Fuhrgeschäft Alfred Schumann, Wermsdorf. Die Bringung des Holzes an das andere Ufer ist auch heute mit moderner Technik kostenaufwendig und würde sich nur bei hohem Aufkommen von teurem Furnierholz lohnen. So hat heute die Insel, obwohl nur als Flächennaturdenkmal eingestuft, quasi den Status eines Totalreservates. Auch heute wird das Waldbild der Horstseeinsel von Eiche geprägt. Genau wie im Jahre 1932 sind ihr im Oberstand baumweise Bergahorn, Winterlinde, Birke und Hainbuche beigemischt. Auch eine reiche Strauchschicht ist vorhanden.
Der Horstsee zur DDR-Zeit
In so einem reich gegliederten Wald stellen sich natürlich auch verschiedene Wildarten ein, wenn auch das Wasser des Horstsee´s für bestimmte Wildarten, wie die Rehe ein Hindernis darstellt. Aber zum Beispiel die Sauen durchrinnen das Wasserhindernis zur Insel mühelos. Ist der Horstsee abgelassen oder im Winter gar eine tragfähige Eisdecke vorhanden, so kann man schon mal einem starken Keiler oder einer ganzen Rotte Frischlingen mit Mutterbache begegnen. Auch das Rotwild besuchte in den vergangenen Jahrzehnten im Herbst und Winter die Insel im Horstsee und während der Par-forcejagden in der Regierungszeit des Kurfürsten Friedrich August I. und der seines Sohnes Friedrich August 11. mag sich auch der eine oder andere Hirsch vor der verfolgenden Hundemeute und dem Troß der Jäger dorthin ,geflüchtet haben. Schriftliche Berichte darüber liegen darüber allerdings nicht vor.
Aber über eine andere denkwürdige Jagd auf der Insel soll an dieser Stelle berichtet werden.
Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt hatten im Januar 1976 den Horstsee mit einer tragfähigen Eisdecke versehen und erlaubte den Wermsdorfer Kindern das Schlittschuhlaufen. Gegen Ende des Monats Januar berichteten einige Kinder, daß sie schon einige Male auf der Horstseeinsel ein einzelnes Wildschwein gesehen hätten, welches am hellichten Tage in der Erde gewühlt und auch bis an den Eisrand gekommen sei. Als am 29. Januar 1976 dem für dieses Gebiet zuständigen Jagdielter Hans Ziegert von diesem Wildschwein berichtet wurde, entschloß er sich sofort im Interesse der Sicherheit der Schlittschuhläufer die Angelegenheit näher in Augenschein zu nehmen, da ihm als erfahrenen Weidmann das Verhalten der Sau als nicht verhaltensgereght vorkam. Gemeinsam mit einem zweiten Jäger begab er sich zum Horstsee. Die dort anwesenden Kinder wurden so postiert, daß sie bei einer eventuellen Schußabgabe nicht gefährdet werden konnten. Dann begab sich H. Ziegert zur Insel und sah bald ein einzelnes größeres Wildschwein, etwa 15 Meter vom Ufer entfernt, nach den in diesem Jahr noch reichlich vorhandenen Eicheln im gefrorenen Waldboden brechen. Nach Äbwägung aller Risiken entschloß er sich zum Schuß. Sofort nach derfi Brechen des Schusses nahm die Sau den Schützen an. Obwohl er wohlweislich eine dicke Eiche als Deckung benutzte, erreichte der Keiler ihn und brachte ihm eine tiefe Rißwunde im linken Oberschenkel bei. Fünf Schritte weiter stutzte der Keiler verendet zu Boden. Es stellte sich bei der näheren Untersuchung dann heraus, daß der Schuß voll im Leben, d. h. im Herzen, saß. Der Angriff auf den Jäger war eine rein reflektorische Handlung. Die in einiger Entfernung stehenden Zuschauer, die Schlittschuhläufer und der zweite Jäger, hatten wohl den Schuß gehört, aber von der Attacke des Keilers überhaupt nichts gemerkt. Als sie sich dann dem Erlegungsort genähert hatten und das gestreckte Stück in Augenschein nahmen, berichtete der Schütze von dem Angriff des Keilers. Der zweite Jäger hörte etwas ungläubig zu.
Romantik
Als Hans Ziegert ihm aber seine stark blutende Wunde zeigte, fiel Erich Krzywlnski in Ohnmacht. Er übte übrigens den Beruf des Fleischers aus. Nachdem der Verletzte den ohnmächtigen Jäger wieder auf die Beine gebracht und mit der Bergung der erlegten Sau beauftragt hatte, begab er sich ohne fremde Hilfe zur ärztlichen Behandlung in die chirurgische Abteilung der Kliniken Hubertusburg. Bei näheren Untersuchung des erlegten Sau wurde festgestellt, saß das Stuck eine fast schon verheilte Schußverletzung an der rechten Keule hatte und stark abgekommen war. Abgekommen bedeutet in der Jägersprache abmagern des Wildes.

Das Gewicht des Stückes betrug weidgerecht aufgebrochen nur 65 Kilogramm, normal wären 80 bis 1 00 gewesen. Das Alter des Stückes wird auf 6 bis 7 Jahre geschätzt. Vermutlich handelte es sich um das gleiche Stuck Schwarzwild, daß im Oktober des Vorjahres auf einem Maisfeld am Häuschenteich beschossen wurde und trotz intensiver Nachsuche nicht zur Strecke kam. Hans Ziegert hat in den folgende Jahren noch so manchen Keiler erlegt, aber der"lnsei-Keiler" bleibt einmalig.
Aber nicht nur Haarwild kann man auf der Insel beobachten. Durch die Lage in einem verhältnismäßig großen Gewässer ist die Horstseeinsei als Aufenthaltsort für allerlei Wasservögel, wie Enten, Bläßrallen, Teichhühner usw. besonders geeignet. Die Abgeschiedenheit durch das umgebende Wasser trägt ihr übriges bei. Aber auch andere Voaeiarten wie Stare, Meisenarten und Spechte benutzen die Insel als Brut- und Aufenthaltsgebiel. Eine besondere Problematik verbindet sich mit solchen Vogelarten, die Fischarten als Hauptnahrung benutzten und dazu noch auf der Insel ihre Brut aufziehen wollen. Werden doch die Karpfen im Horstsee und den anderen Wermsdorfer Teichen zur Ernährung des Menschen aufgezogen. und nicht nur die Graureiher und Komorane.

Etwa in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre fanden sich immer mehr Graureiher an den Seen und Teichen um Wermsdorf ein. So war es nur noch eine Frage der Zeit bis sich, gefördert durch durch das große Nahrungsangebot, eine Brutkolonie dieser großen, grauen Vögel bildete. Wegen der allgemeinen Ruhe und Abgeschiedenheit, sowie der hohen Bäume wurde dazu von ihnen die Horstseeinsel erkoren, Ab dem Jahr 1968 oder 1969 hatte die Brutkolonie dann schon so eine Kopfzahl erreicht, daß die Belastung für den Fischproduzenden nicht mehr tragbar erschien.
Jedes Jahr gibt es ein Fischerfest.
So versuchten nun die Ornitologen im berechtigten Interessenausgleich durch partielle Störung der bratenden Reiher den Bevölkerungszuwachs auf der Insel einzuschränken. Im ersten Jahr erfolgte die Störung des Brutgeschäftes durch häufiges Klopfen mit Stöcken an die Brutbäume. Man hoffte die Reiher damit solange von den Nestern fern zuhalten, bis die angebrüteten Eier erkälteten und der Bruterfolg ausblieb. Der Erfolg dieser Aktion hielt sich in bescheidenen Grenzen. Im folgenden Frühling versuchte man durch Holzfeuer auf der Insel während der Brutzeit der Reiher deren Zuwachs in Grenzen zu halten. Auch diese Aktion zeigte nicht den gewünschten Effekt. Die Zahl der Brutpaare stieg weiter und es zeigten sich an den Nestbäumen schon erhebliche Schäden durch den ätzenden Kot der vielen Tiere. Nun setzte man im dritten und vierten Jahr der Bemühungen eine tragbare Feuerwehrspritze (TS 8) ein, um durch den Wasserstrahl auf die Nester das Br-ut-eschäft der Graureiher zu stören und die weitere Zunahme der Population auf der Insel wenigstens einzuschränken. Auch diese Aktion erwies sich als wenig erfolgreich. Nun erhielt die Jagdgesellschaft "Hubertusburg" in Wermsdorf den Auftrag, vor der Brutzeit auf der Insel bis 1 00 Reiher zu erlegen. Nach einigen Jahren dieses Eingriffes in Brutpopulation verlegten die Graureiher ihre Brutkolonie in das unweit gelegene Lindigt. Dort ist sie heute noch vorhanden. Auf der Horstseeinsel nisten nur noch vereinzelte Brutpaare. Diese hat nun inzwischen ein anderer fischfangender Vogel als Brutrevier in Besitz genommen. Es ist der Komoran, der bei seiner Erweiterung der Brutgeblete in südlicher Richtung auch die Wermsdorfer Seen und Teiche erreichte- Waren es erst nur einzelne Tiere, so fanden sich 1989 schon 8 Komorane zur Brut auf der Horstseeinsel ein. Zur Abschreckung wurde damals ein Komoran erlegt, da die Binnenfischerei eine weitere Zunahme der bratenden Vögel und auch die Zunahme der Fischverluste befürchtete. Diese Situation ist nun auch eingetreten. Obwohl auch in den letzten Jahren einzelne Komorane zum Zwecke der Abschreckung erlegt wurden, ist der Bestand an Komoranen auf der Horstseeinsei auf 80 bis 1 00 Vögel angewachsen. Eine erhebliche wirtschaftliche Belastung für die hiesige Teichwirtschaft, aber auch eine starke Belastung für den Baumbestand auf der Insel, da der scharfe Kot der aufwachsenden Jungvögel letztlich die Brutbäume zu Absterben bringt. Da der Komoran bei uns kaum natürliche Feinäe hat, dürfte eine natürliche Regulierung der Vermehrungsquote erst bei akuten Nahrungsmangel eintreten.
Liebe Leser, die Insel im Horstsee hat nicht nur eine lange und teilweise auch bewegte Vergangenheit. Auch ihre Gegenwart wird von teilweise dramatischen Ereignissen und Entwicklungen geprägt. Ich hoffe, daß ihre Zukunft durch sorgsames und behutsames Regulieren der Menschen in unserer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft gesichert wird.


Helmut Striegier
Wermsdorf
Wermsdorf




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