Halbmeilensäule WermsdorfDie Halbmeilensäule Wermsdorf ist die einzige komplett originale kursächsische Halbmeilensäule in Sachsen.
Säule liegt jetzt im ehem Forstamt, Hubertusburger Straße
Fotos C. E. Wappler und Marcel Billig

Halbmeilensäule Wermsdorfer WaldTechnisches Denkmal
Kursächsische Halbmeilensäule Nr. 18 von 1724
der Poststraße Leipzig – Wurzen – Wermsdorf – Stauchitz – Meißen – Dresden
1 Wegstunde (St.) = 4,531 km
Verein Kursächsische Postmeilensäulen
Fotos Andrè Kaiser Anne Schmidt

Andrè Kaiser 2.11. 2011:
" Gefahr im Verzug zu o.g. Sachverhalt hat sich mit heutiger Ortsbesichtigung bestätigt. Die konstruktiv kopflastige Säule droht umzustürzen, was den benachbarten Forstweg und die S 42 (Wermsdorf-Sachsendorf) betrifft.
Es besteht Gefahr für Personen und Fahrzeuge sowie für das Denkmal aus Sandstein selbst.
Es ist die einzige komplett originale Halbmeilensäule.
Das Bauamt der Gemeinde Wermsdorf wurde heute dazu persönlich informiert, sieht sich jedoch offensichtlich außer Stande zu handeln.
Der Verursacher des Schadens ist unbekannt, wie der Polizeiposten Wermsdorf bekanntgab."
Wahrscheinlich ist ein Auto beim Rückwärtsfahren mit großer Wucht an die Säule gefahren .
Dadurch wurde sie aus der Verankerung gerissen.

Die Säule wurde am Dienstag, dem 8.11.2011, vom Unternehmen Baumgarten aus Dahlen abgebaut.
War gar nicht so einfach, da alles mit Eisen verbunden war.
Nach einer Stunde Arbeit war es aber geschafft.
Denkmalpflegerische Zielstellung
zur Kursächsischen Halbmeilensäule Wermsdorf im Wermsdorfer Forst
1. Standort
S 42 (Wermsdorf - Sachsendorf), Abzweig Forstweg, rechts
2. Bezeichnung des Denkmales
Kursächsische Postmeilensäule (Halbmeilensäule Nr. 18) der Poststraße Leipzig – Wurzen – Wermsdorf – Stauchitz – Meißen – Dresden im Wermsdorfer Forst von 1724
3. Darstellung des Bestandes
Die Säule aus Elbsandstein wurde 1724 gefertigt, in den 1930-ger Jahren im Forst unweit des jetzigen Standortes gefunden und von der Forstverwaltung an der Straße wieder aufgestellt. Dabei fehlte noch das originale Kopfstück, was zunächst ersetzt wurde und 1975 bei einer Restaurierung durch das 1972 gefundene Original ausgetauscht werden konnte. Damit ist es die einzige komplett original erhaltene Kursächsische Halbmeilensäule.
4. Denkmalpflegerische Forderungen
- Fachgerechter Abbau und geschützte Einlagerung nach Unfallschaden, danach Reinigung und konservierende Restaurierung aller Säulenteile sowie Erneuerung der originalgetreuen Inschriften entsprechen der Restaurierungsordnung (Anlagen 1-3)
- Wiederaufstellung und originalgetreue Ausrichtung (seitliche Reihennummer 18 zur Straße gewandt) der Säule auf einem neuen frostsicheren Fundament, geschützt vor dem Straßenverkehr und der Straßenunterhaltung sowie außerhalb des Traufbereiches von Bäumen auf der gegenüberliegenden Straßenseite, unweit vom Originalstandort
- Anbringen einer in Deutschland bundeseinheitlichen Hinweistafel für Denkmale dieser Art neben der Halbmeilensäule nach beigefügtem Muster (Anlage 4)
Im Auftrag der Forschungsgruppe Kursächsische Postmeilensäulen e.V. erstellt von
gez. André Kaiser, Geschäftsführer
Kurort Hartha, den 5. November 2011
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