Wermsdorfer Häuser erzählen eine vielfältige Geschichte.



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Häuser aus Wermsdorf erzählen viel über deren Geschichte und Gegenwart.


Hausmarken - Dies Haus ist mein und doch nicht mein…

Ab dem 18.Jahrhundert finden wir häufig den Haustürsturz mit den Initialen des Erbauers und der Jahreszahl versehen. Die Erweiterung durch einen Spruch war dann naheliegend. Häuser mit Sprüchen, Inschriften, Hausmarken und Erbauertafeln ist ein alter Brauch. In unserer sächsischen Heimat ist er leider in Vergessenheit geraten. Mehr noch als die Verschönerung, war der ursprüngliche Sinn die Beschwörung der guten und die Abwehr der bösen Mächte. Schutz- oder Segenssprüche waren am Häufigsten. Ich erinnere mich noch gut, an die Sprüche im Haus der Wermsdorfer Bäckerei von Rudolf Busch. Leider sind die verzierten Texte im Treppenhaus in der Grimmaischen Straße Nr. 30 durch Renovierungsarbeiten verloren gegangen..
Da manches Haus mehreren Generationen dient, erinnert es an unser Kommen und Gehen.

19351942200720091837Haus Wappler
Die Vergänglichkeit des Lebens wird in vielen Sinnsprüchen bewusst in den Blick genommen. Ein Spruch aus Buschs Haus verkündete :

Das Haus ist mein
und doch nicht mein
Wer nach mir kommt,
wird`s auch so sein.

Im ehemaligen Warenhaus von C.R.Heine in Wermsdorf in der Hauptstraße Nr. 23 (Clara-Zetkin-Str.), später Bekleidungshaus C.E.Wappler, hing eine Erbauertafel. Diese aus Metall bestehende Tafel, war im Ladenraum über der Tür zum Treppenhaus angebracht. Nach erfolgten Bauarbeiten im Jahr 1980 wurde sie abgehangen und aufbewahrt. Eine Neuanbringung ist jederzeit möglich.
Der Text der Erbauertafel lautet :
- Heinrich Bursian ließ dieses Haus erbauen im Jahre 1837 –

193819401925KartonagenfabrikHochhaus1985
Bursian war Arzt und Rittergutsbesitzer in Mutzschen. 1831 wird er in den Amtsblättern erwähnt. Ab 1839 besaß er das Freigut in Wermsdorf. Dr. Bursian soll ein Förderer des geselligen Lebens im Ort Wermsdorf gewesen sein. In der ersten Etage des erbauten Hochhauses von 1837 (mit Balkon), befand sich vor dem Umbau zu Wohnungen (um 1900), ein kleiner Saal für Festlichkeiten. Im Jahr 1994 wurde das große Wohnhaus mit den ehemaligen Geschäfträumen komplett umgebaut. Es wurde Domizil der Sparkasse.Hinter dem großen Haus stand bis zum Abriss 1985 ein sogenanntes Hinterhaus, welches den ältesten Gewölbekeller von Wermsdorf aufwies. Das vor dem 18. Jahrhundert gebaute Tonnengewölbe, bestand aus Wermsdorfer Bruchsteinen und hatte zwei Etagen mit kleinen Lüftungsfenstern. In diesem Haus betrieb die Firma C.R.Heine in den 20er Jahren eine Kartonagenfabrik mit Druckerei. Mitte der 30er Jahre stellte dann Kurt Grismeyer u.a. Zigarrenkisten her. Nach 1945 wurde das Hinterhaus zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Bis zum Abriss diente es weiterhin als Wohnhaus.

Claus Wappler 2012

1985AbrissFirma C.R. Heine1987Mit Hochhaus

Der Goldene Strauß

Der „Goldene Strauß war ehemals ein Hotel für die am Hofe beschäftigten Künstler. Der barocke Baustil kommt besonders in der reich verzierten Hausmarke an der Straßenseite zum Tragen. Bis in die DDR-Zeit hinein blieb es Gaststätte, auch ein Fleischer hatte seine Räume in den Räumen des Goldenen Straußes gehabt. Legendär waren die Tanzveranstaltungen, die in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hier statt gefunden haben. Auch zu vielen Schulveranstaltungen wurde der Saal genutzt. Seit 1990 steht das Haus leer und verfällt so langsam aber sicher vor sich hin. Ein Versuch, den stattlichen Bau als Wohnresidenz für Rentner auszubauen, scheitert.
Abreißen oder historischer Bestandteil von Wermsdorf?


Herr Wappler und Herr ReussDiscoHarte ArbeitFreizeit in der DDRKultEnde
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