Die Fischerstele weist auf eine lange Wermsdorfer Tradition hin.



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Fischerstele

Die Fischerstele weist auf eine lange Wermsdorfer Tradition hin.


Bau und Einweihung Fischerstele 7.10.1986

Mit dem Bau des Döllnitzsees in den Jahren 1981 bis 1983 wurde durch den VEB Binnenfischerei. Wermsdorf der Auftrag ausgelöst, dieses Kunstwerk zu errichten. Viele Wermsdorfer und Gäste unseres Territoriums konnten in den Letzten Wochen miterleben, wie es hier vollendet wurde. - Als wir vor 3 Jahren den Auftrag über das Büro für architekturbezogene Kunst in Leipzig an den Künstler Herr Kubas auslösten, bestand unser Anliegen darin,
in diesem Kunstwerk:
– Tradition und Fortschritt der Binnenfischerei mit der beruflichen Tätigkeit und der Naturverbundenheit des Fischers uns seiner Umwelt zu vereinen.
Einen landeskulturellen Beitrag zu leisten und der mehr als 500-jährigen Tradition, die die Teichwirtschaft hier im Wermsdorf-Mutzschener Gebiet hat, ein Denkmal zu setzen und unser Wermsdorf verschönern zu helfen.
Dieses Anliegen, Liebe Anwesende ! Ist meiner Auffassung nach mit diesem Werk in hervorragender Weise gelungen. Sehr realistisch wird dargestellt, wie sich Tradition und Fortschritt, wie sich Natur und Technik in unserem Beruf immer wieder verbinden. Mit der Fertigstellung des Döllnitzsees im Jahre 1983 wurde nicht nur ein wichtiges Produktionsobjekt geschaffen, sondern unsere schöne wald- und wasserreiche Umgebung bereichert.
Die neue Wasserfläche mit der Vogelschutzinsel fügt sich gut in unser Landschaftsbild ein und bereichert unsere Fauna und Flora .
Was wollen wir mit dem, was auf der Stele in plastischer Form dargestellt ist, aussagen?! .

EinweihungFischersteleTag der Republik7.10.1986Fischer und JägerfestDöllnitzsee

Zu den 4 Fischerfiguren

Der 1. Fischer mit dem großen Zuchtkarpfen
Das wertvollste was die Fischer besitzen, sind ihre Zuchtfische. Schon im Mittelalter wurden diese Laichfische in speziellen Teichen ausgesetzt, um möglichst viele Nachkommen zu erzeugen. Heute verfügen wir über 2500-3000 solcher Laienkarpfen, die alljährlich im April und Mai hypophysiert, abgestrichen, befruchtet und künstlich bebrütet werden. Jeder Laichfisch bringt ca. 500.000 Stück Nachkommen. In der künstlichen Erbrütungsanlage in Regis werden jährlich 150.0 Mio kleine Karpfen erbrütet. Und die Grundlage dafür sind unsere Zuchtfische. Laichkarpfen sind Ausdruck der Fruchtbarkeit.
Der 2. Fischer birgt das Netz voller Fische. Hier wird die reiche Fischernte, die steigenden Fang- und Produktionsergebnisse symbolisiert. Alle Maßnahmen der Intensivierung, der Anwendung des wissenschaftlich-technischer Fortschrittes spiegeln sich in höheren Produktionsergebnissen, in vollen Netzen wieder. Volle Netze sind zugleich die Voraussetzung für eine gute Versorgung.
Der 3. Fischer zeigt, dass diese Produktion, diese vollen Netze nicht mehr allein durch manuelle Kräfte bewältigt werden können.
Der Hebekescher, der durch den Fischer bedient wird, befördert die Fische aus dem Netz, aus dem Teich auf den Sortiertisch.
Dieser Fischer verkörpert die Anwendung der Technik und des wissenschaftlich-technischen Fortschritts in der Binnenfischerei. Die großen Fischmengen sind nicht mehr mit der Hand zu transportieren.
Der Einsatz von Fischaufzügen, Förderbändern, Sortiergeräte, Belüftungsaggregate und Spezialfahrzeugen sind aus der Arbeit der Binnenfischer nicht mehr wegzudenken.
Die 4. Fischerfigur symbolisiert die praxisnahe Anwendung der Wissenschaft in unserem Beruf.


Der Künstler und die Fischer

Das Wasser als das wichtigste Produktionsmittel wird in seiner Qualität von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Die Kontrolle und der Einfluss auf die Wasserqualität sind ganz entscheidend für das Leben und das Wachstum der Fische Die Untersuchung des Wassers auf Nähr- und Schadstoffe, auf Sauerstoffgehalt und Naturnahrung, Sichttiefe und Temperatur gehören heute zur täglicher Arbeit des Fischers und der Mitarbeiter des Fischgesundheitsdienstes. Die Sicherheit und der Schutz der Fischbestände erfordern, dass die Umweltbelastung des Wassers laufend kontrolliert wird. Ein Ausdruck der Anwendung des Wissenschaftlich-technischen Fortschritts in der Praxis ist die breite Nutzung der Selbstfütterer oder der Futterautomaten. Die Fischfütterung und die Fischkonzentration unter den Selbstfütterern ist ein sehr gelungenes Detail auf dieser Stele.
Die beiden Kinder am Wasser sind für uns Symbol des Erholungswertes unserer Teiche und ihrer Umgebung. Die Mehrfachnutzung des Wassers für die Produktion, die Erholung und die landeskulturellen Belange sind ein Erfordernis, den wir Fischer in immer stärkerem Maße Rechnung tragen. Die Naturverbundenheit des Fischerberufes, die Verbindung der Produktion und der intensiven Nutzung der Teiche zur Umwelt, zur Natur wird auf dieser Stelle in vielen Details sichtbar. So sind der Krebs und der Frosch für uns ein biologischer Indikator für gutes Wasser. Die wenigen Krebse, die es in unseren Gewässern noch gibt, sollten uns tagtäglich mahnen, mehr zu tun, für eine gute Wasserqualität. Wir Fischer sind für die Vielfalt der Fauna und Flora an und in unseren Teichen. Die Seerose und das Böttcherschilf – gehören genauso wie der seltene Fischadler und die bei uns zahlreich brütender Graureiher und Enten zum Wasser und haben hier auf diesem Werk einen würdigen Platz gefunden. (Kormoran fehlt noch!)
Aber es sind noch mehr Tiere und Pflanzen auf der Stehle zu sehen.
Der Elbebiber, die Möwen und der Kiebitz sind Tiere, die mit dem Fischer auf Du und
DU stehen.
Selbst die Katze, die gern am Wasser ist und den Fisch liebt, ist nicht vergessen worden.
Aus diesen Darstellungen, aus dieser Naturverbundenheit spricht die Hand des Künstlers, Herr Bruno Kubas – wohnt und lebt selbst am Wasser und Wald –
an den Dahlenberger Teichen – und hat seine persönliche Bindung zu den Tieren und Pflanzen zur Natur hier ausdrucksstark dargestellt.

Der Künstler Bruno KubasDie FischersteleBruno Kubas und Udo SeidlitzFreude

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