Das Gebiet um das heutige Wermsdorf war seit Jahrhunderten von Menschen besiedelt.



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Doctorteich Kulturlandschaftsmuseum

Das Gebiet um das heutige Wermsdorf war seit Jahrhunderten von Menschen besiedelt.


Station Kulturlandschaftsmuseum Doctorteich

Das Gebiet um das heutige Wermsdorf war seit Jahrhunderten von Menschen besiedelt. Die verschiedenen Stämme und Kulturen hinterließen Zeugnisse und Relikte ihrer Lebensweisen, welche heute noch zu entdecken sind und die Entwicklung dieses Landstriches deutlich machen. Die Friedrich-Gustav-Klemm-Gesellschaft, benannt nach einem sächsischen Kulturhistoriker, machte es sich zur Aufgabe, die über Jahrzehnte ausgegrabenen Überreste vergangener Kulturen zu sichern und für die nachfolgenden Generationen so authentisch wie möglich an ihrem ursprünglichen Bestimmungsort darzustellen. Entstanden ist ein Freilichtmuseum zum Anfassen und Entdecken, in welchem Relikte der Bronzezeit, sowie des Mittelalters besichtigt werden können. Die seit 1968 laufenden archäologischen Ausgrabungen in dem Gebiet belegen einen für die Region typischen Wechsel von Offenlandschaft und Bewaldung. Nach der letzten Eiszeit entwickelte sich langsam ein neuer Waldbestand. In der Jungbronzezeit (12. - 4. Jhr. v. Chr.) zur Zeit der Lausitzer Kultur war nahezu das gesamte Gebiet entwaldet. Überall fanden sich dörfliche Siedlungen und Gräberfelder, von welchen einige heute rekonstruiert sind. Die Menschen jener Zeit betrieben eine urtümliche landwirtschaftliche Nutzung unter günstigen klimatischen Bedingungen. Sie beerdigten ihre Toten als Brandbestattung. Dazu wurden die Verstorbenen auf einem Scheiterhaufen verbrannt und anschließend die Asche (Leichenbrand) in eine Urne gefüllt. Dazu gaben sie einige Gefäße und Bronzebestandteile mit der Urne zusammen in ein Flachgrab. Erst im älteren Abschnitt der Kultur wurden die Hügelgräber errichtet . Mit dem Wechsel von Bronze- zu Eisenzeit kam es zu Klimaverschlechterungen und infolge dessen auch zu Völkerverschiebungen. Die Siedlungsdichte im Wermsdorfer Gebiet nahm ab, da die Entfernung zu den großen Flüssen zu weit war. Demzufolge setzte die natürliche Sukzession ein und das Gebiet wurde wieder mit Wald bedeckt. Nach 400 v. Chr. gelangten die Germanen in die Region. Sie gewannen das Eisen aus dem leicht abzubauenden Raseneisenerz. Um 400 n. Chr. verschwanden sie und die Landschaft war weitgehend siedlungsfrei.

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